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Das hängt vom Verkehr ab, bzw. der Auslastung der umgebenden Verkehrswege. Je mehr dort los ist, desto mehr Kunden für das Gewerbe. Auch massiver Stau ist für Gewerbe keineswegs hinderlich - höchstens für die, die dort arbeiten müssen... ;-) Angrenzende Haltestellen (Bus, U-Bahn etc.) sind übrigens auch hilfreich und zum Kurzhalten der Pendelzeiten ohnehin ratsam.

 Das Gute ist, dass die Anzahl der Kunden bei kleineren Gewerbebauten unerheblich ist - Supermärkte und kleine Läden können auch so locker entstehen. Nur für die "dicken Dinger" ist eine hohe Kundenzahl (also starkes Verkehrsaufkommen) eine wichtige Voraussetzung.

Daher ist Gewerbe immer gut an Haupt- und Durchgangsstraßen aufgehoben. Dies sollte man idealerweise bei der Stadtplanung berücksichtigen. Es kann einem nämlich auch passieren, dass an einer gar nicht gewünschten Ecke am Stadtrand auf einmal Hochhäuser emporschießen, weil sich dort aus irgendeinem Grund dichter Verkehr durchwälzt und man versehentlich dichte Zonen ausgewiesen hat.

Zugleich passiert womöglich im Zentrum der Stadt wenig auf den Gewerbezonen, weil die Verkehrsströme eher sternförmig von der Stadtmitte wegführen als durchs Zentrum hindurch.

Daher ist es immer eine gute Strategie, mittlere und dichte Gewerbezonen entlang von vorhandenen Hauptpendelstrecken auszuweisen. Industrie und flache Dienstleistungsbauten ziehen dann die Verkehrsströme an, und diese machen das Land entlang der Pendelstrecke (zwischen Wohngebieten und Industrie bzw. kleinen Gewerbebauten) attraktiv für größere Bauten. Also: Zonenaufteilung sowohl nach Klassen (Wohnen/Gewerbe/Industrie) als auch nach Dichte gut planen!

Allerdings erzeugen größere Städte im Zentrum oft von ganz alleine so viel Verkehr auf so vielen Straßen, dass das Wachstum von Wolkenkratzern in der Innenstadt kein Problem darstellt - oder zumindest nicht an zu wenigen Kunden scheitert. Hier muss man auch an den "Aufschaukelungseffekt" von Bürotütmen denken: Entstehen irgendwo 4.000 neue Jobs in einem Versicherungsturm, strömen auch knapp 4.000 Pendler aus verschiedenen Richtungen dorthin und verstopfen die Verkehrswege. Dies ist wiederum eine gute Grundlage für weitere große Gewerbebauten.