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Ohne Geld keine Stadt, ohne Stadt keine Sims, ohne Sims keine Steuern und ohne Steuern kein Geld. Auch in SimCity 3000 gelten die einfachsten Regeln des Geldes. Wichtige Hinweise dazu gibt unser Artikel.

Ohne Geld keine Stadt, ohne Stadt keine Sims, ohne Sims keine Steuern und ohne Steuern kein Geld.

Grundlagen

Auch in SimCity 3000 gelten die einfachsten Regeln des Geldes. Man investiert in eine Infrastruktur, um dann von den Sims mehr Geld durch Steuern einzunehmen, als man anfangs investiert hat. Im Prinzip reicht das aus, um eine erfolgreiche Stadt zu errichten, allerdings kann man durch Verordnungen, Sondergebäude und Handelsverträge mit den Nachbarn ebenfalls Geld verdienen. Es ist sogar möglich eine Stadt nur durch bezahlte Gebäude (z.B. Waffenfabrik) und Verträge zu finanzieren, d.h. man nimmt genausoviel oder weniger Steuern ein als man Geld ausgibt und erzielt Überschüsse im Finanzhaushalt durch anderweitige Geschäfte. Der Vorteil dabei ist, daß man die Steuersätze niedrig halten kann und trotzdem Geld verdient.

Im folgeden Teil werden zunächst die Grundlegenden Einstellungen des Budgetfensters und dann die Möglichkeiten von Sonder- und Zusatzeinnahmen erläutert.

Das Budgetfenster

ImageHier werden alle Einnahmen und Ausgaben der Stadt aufgeführt und zum Cashflow (gibt an wieviel Geld man am Jahresende einnimmt bzw. verliert) verrechnet. Es gibt hier jedoch auch einige elementar wichtige Einstellungen, die die Steuern, Finanzressorts und Anleihen betreffen.

Steuerraten

Die Steuern beeinflussen nicht nur die Einnahmen der Stadt, sondern auch die Wachstumsraten. Wenn man die Steuern nicht senkt wird die Stadt irgendwann aufhören zu wachsen, da sich die Sims einen Ort suchen werden, am dem weniger Geld von Ihnen verlangt wird. Eine Stadt mit ca. einer Million Einwohnern sollte z.B. einen Steuersatz von 3% haben. Das heißt also, daß man die Steuern im Spielverlauf zwangsweise senken muß. Ich gehe meist dann mit den Steuersätzen runter, wenn die Einnahmen über 150.000 § liegen. Es ist wichtig, daß die Einnahmen nach der Steuersenkung ausreichen, um eventuell benötigte Einrichtungen bauen zu können. Hat man z.B. vor neue Kraftwerke oder Müllentsorgungsbetriebe zu errichten sollte man die Steuersenkung verschieben.
Eine Gefahr bei Steuersenkungen ist, daß man unüberlegt oder verfrüht handelt und am Ende zu wenig Geld einnimmt. Der Ausweg - die Steuererhöhung - ist ein sehr schwieriges Unterfangen, da die Sims dafür gar kein Verständnis haben und teilweise ausziehen, denn im gleichen Maße in dem Steuersenkungen die Nachfrage erhöhen, senken Steuererhöhungen die Nachfrage. Daher gilt: Nur dann die Steuern senken, wenn der Finanzhaushalt das auch mit Sicherheit verkraften kann. Dies kann man sicherstellen, indem man das Spiel pausiert und dann die Steuern senkt. Dann wird sofort der Cashflow-Wert aktualisiert und man kann die Auswirkungen der Steuersenkungen sehen. Ist der Cashflow dann zu niedrig kann man die Steuern wieder auf den vorigen Wert zurücksetzen und das Spiel weiterlaufen lassen, ohne daß die Sims etwas davon bemerkt hätten.

Ein großer Vorteil ist, daß man die Steuern für Einwohner, Gewerbe und Industrie gezielt festlegen kann. Daher kann man z.B. gezielt die Steuern für einen Bereich senken, um dessen Wachstum zu fördern. Dies ist z.B. dann sinnvoll, wenn man eine hohe Arbeitslosenrate hat, es aber keine Nachfrage nach Industriegebieten gibt. Dann kann man die Steuern für die Industrie senken, damit die Nachfrage selbiger steigt und neue Betriebe und damit mehr Arbeitsplätze entstehen. Aber auch hier muß man darauf achten, daß die Steuern nicht zu sehr gesenkt werden.

Finanzzuteilung für die Ressorts

In SimCity 3000 kannst Du jedem Verwaltungsressort einen Finanzetat zuteilen. Man kann diesen durch den jeweiligen Schieberegeler einstellen, wobei die helle Markierung 100% bedeutet. Es ist möglich eventuelle Defizite eines Bereichs durch einen Etat von mehr als 100% auszugleichen, d.h. wenn man z.B. zu wenig Feuerwehren hat kann man durch einen höheren Etat den Einzugsbereich der Feuerwehren erhöhen. Ähnlich funktioniert das bei Polizei, Gesundheit und Bildung. Anders funktioniert der Etat hingegen für das Transportwesen: Setzt man diesen unter 100% werden sichtbare Straßenschäden auftreten, die Staus verursachen. Man kann den Etat über 100% ansetzten, um bereits bestehende Straßenschäden schneller auszubessern. Ein Straßenbauetat von 100 % ist aber in jedem Fall ausreichend - auch zum Wiederaufbau der Straßen. Mit dem Etat für den öffentlichen Nahverkehr kann man die Kapazitäten des selbigen erhöhen, wenn man über 100% geht.
Generell ist zu empfehlen immer ausreichend Schulen, Feuerwehren, Krankenhäuser, U-Bahn-Schächte etc. zu bauen, so daß es nicht notwendig wird den Etat über 100% anzuheben. Diese Option sollte man nur vorübergehend anwenden, um Defizite zu überbrücken, langfristig ist es sehr viel preiswerter genügend Einrichtungen zu bauen. Dann braucht man auch in keinem Fall mehr als 100%

Wenn man Geldprobleme hat kann man die Etats kürzen, um zu sparen. Die Folgen liegen auf der Hand: Ein niedriger Polizeietat läßt die Kriminalitätsrate emporschnellen, zu wenig Geld für die Bildung senkt den BQ etc. Daher sollten Etatkürzungen nur kurzfristig vorgenommen werden. Eine Etatkürzung kann sogar völlig nach hinten losgehen, da die Angestellten des jeweiligen Ressorts bei zu starken Küzungen in den Streik treten. Dadurch funtionieren die Einrichtungen des betroffenen Ressorts gar nicht mehr. Bei der Polizei bedeutet das z.B., daß kein einziges Polizeirevier mehr arbeitet. Das Ergebnis ist eine extreme Verbrechensrate in der ganzen Stadt.
Einen Streik kann man nur effizient beenden, indem man den Etat wieder erhöht. Man kann leider nicht genau sagen, ab wann die Angestellten zu streiken beginnen, da dies von Stadt zu Stadt verschieden ist, eine Senkung unter 60% ist allerdings in jedem Fall abzulehnen.

Anleihen

Ich rate generell von Anleihen ab, da die Zinsen viel zu hoch sind. Besonders in den frühen Jahren können diese Kredite die Stadt in den Ruin treiben. Wenn es gar nicht anders geht kann man kurzzeitig Anleihen für nicht mehr als 10.000 § aufnehmen. Macht man dann tatsächlich durch neue Investitionen wieder Geld, sollte die erste Bemühung das tilgen der Anleihen sein. Ich rate aber trotzdem dringend von jeglichen Anleihen ab!

Sondergebäude

ImageIm Spielverlauf werden einem verschiedene Gebäude angeboten, für die man Geld bekommt, wenn man sie errichtet (z.B. das Hochsicherheitsgefängnis). Oft bringen diese Einrichtungen Nachteile mit sich: Die Giga Mall verringert z.B. die gewerbliche Nachfrage und die Giftmüllfabrik erzeugt eine hohe Luftverschmutzung. Wenn man diese Gebäude jedoch richtig platziert kann man die negativen Auswirkungen oft minimieren. Ein Gebäude mit hoher Luftverschmutzung gehört z.B. an den Kartenrand weit ab von Wohn- und Gewerbegebieten. Es spricht daher kaum etwas gegen diese Angebote und speziell in den frühen Jahren kann man durch die Zusatzeinnahmen das Wachstum der Stadt beschleunigen (da mehr Geld für Investitionen zu Verfügung steht).

Verträge mit den Nachbarstädten

Wenn man mehr Wasser oder Strom produziert, als man verbraucht oder mehr Müll entsorgen kann, als man erzeugt, dann sollte man diese Überkapazitäten an die Nachbarstädte verkaufen. Bei Wasser und Stom gibt es dabei keine Nachteile, man muß nur aufpassen, daß man nicht irgendwann weniger Wasser- oder Stromüberschuss hat als man verkauft, denn dann muß man eine Konventionalstrafe zahlen. Leider bringen Wasser- und Stromexporte nicht allzuviel Geld, lohnen sich aber trotzdem. Das große Geld kann man hingegen mit Müllexporten machen. Es ist sehr hilfreich in den ersten Jahren Müll zu importieren, da man das Geld gut gebrauchen kann, außerdem sind die Städte zu dieser Zeit noch klein, so daß es kein Problem sein sollte die umweltverschmutzenden Entsorgungsbetriebe weit außerhalb zu bauen, damit die Landwerte in Wohn- und Gewerbegebieten nicht leiden.

Verordnungen

Mit Verordnungen kann man Geld verdienen oder auch Geld verlieren - in der Regel sind die Kosten höher. Da dieses Thema sehr umfangreich ist, gibt es einen gesonderten Artikel über die Verordnungen, den Du hier findest.