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 Auf das die Stadt erblüht

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Doch wer meint, nach der Startphase nun endlich in Ruhe expandieren zu können, liegt falsch. Ganz im Gegensatz zu den Vorgängern bleibt SimCity4 auch im späteren Spielverlauf fordernd. Der höhere Schwierigkeitsgrad ist dabei aber nicht einfach nur eine Laune von den Entwicklern. Vielmehr hat er seinen Ursprung darin, dass in SimCity4 nahezu jedes Detail mit erstaunlich realistischen Methoden berechnet wird. Wo gibt es denn auch auf der Welt eine Stadt, welcher nach der Gründungphase das Geld hinterher geworfen wurde? Oder welche sich innerhalb weniger Jahre zur Metropole mauserte? So musst du auch im weiteren Verlauf des Spiels, deine Künste als fähiger Bürgermeister unter Beweis stellen.

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Die neuen Simulationen spiegeln sich dabei in fast allen Bereichen des öffentlichen Lebens deiner virtuellen Stadt wieder. So haben zum Beispiel Schulen und Krankenhäuser ab sofort nur noch ein begrenztes Einzugsgebiet. Herrscht in der Stadt ein Bildungsmangel, reicht ein wahlloses Plazieren einer neuen Schule à la SimCity3000 längst nicht mehr aus. Vielmehr noch: So gilt es auch die Art der Bildungseinrichtung den Bedürfnissen und sozialen Vorraussetzungen deiner Sims anzupassen. In einfachen Arbeitervierteln reicht für gewöhnlich eine normale Schule. Spätestens aber wenn auch gebildete Sims deine Stadt beleben sollen, wirst du um den Bau von Hochschulen, Bibliotheken oder Museen nicht umherkommen. Analog dazu verhält es sich auch mit dem Gesundheits- oder Sicherheitssystem. Wohlhabende Sims, welche reichlich Geld in die Stadtkassen spülen, kommen nur, wenn du für die entsprechenden Gegebenheiten sorgst.

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Doch nicht nur bei den Grundbedürfnissen unterscheiden sich die einzelnen Bevölkerungsschichten deiner Stadt. Auch darüber hinaus gibt es unterschiedliche Interessen. Begnügen sich die einfachen Leute noch mit einem normalen Sportgelände, muss es für die Schickimicki-Gesellschaft schon ein nobles Golfresort sein. Und da Du in fast jeder Stadt alle Bevölkerungsschichten (sowohl die ärmeren als auch die reicheren) antreffen wirst, heißt es gut taktieren um möglichst allen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht zu werden. Ein Punkt, welcher viel deutlicher als bei den Vorgängern ausgeprägt wurde und sich nicht nur auf diese Beispiele beschränkt, sondern wie ein roter Faden durch das ganze Spiel läuft.

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So besteht die Hauptaufgabe des Spiels gar nicht so häufig darin, neue Gebiete aus dem Boden zu stampfen, sondern vielmehr die bestehende Stadt weiter zu optimieren. Der Aufbau einer großen Metropole geht dadurch viel langsamer vonstatten als man es bisher gewohnt war. Ein Aspekt, der dem Spielspaß aber keinen Abbruch bringt.

Kleine Helfershelfer

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Um bei der Vielfalt der Aufgaben nicht den Überblick zu verlieren stehen dem gestressten Bürgermeister natürlich auch im vierten Teil der SimCity Reihe umfangreiche Statistiken zur Verfügung. Damit lassen sich viele Punkte der Stadtentwicklung nachvollziehen und eventuelle Schwachstellen schneller finden. Ebenso gibt es auch wieder die bekannten Berater, welche allerdings nur selten eine echte Hilfe sind. Und wem das immer noch nicht reicht, kann mit dem ‚Mein Sim’ Feature eigene Sims in die Stadt einziehen lassen und von ihm schließlich weiteres Feedback erhalten. Wirklich spielentscheidend ist dieses Feature zwar nicht, aber es ist ganz interessant, das Leben eines Einwohners hautnah miterleben zu können.

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Bedauerlich ist allerdings, dass sich dabei einige Bugs eingeschummelt haben. So kommt es vor, dass die Statistiken zum Teil abenteuerliche Zahlen anzeigen, ohne dass sich solche Entwicklungen in der Stadt selbst beobachten lassen. Selbst vor Systemabstürzen ist das Spiel nicht vollends gefeit. Ein Patch, der diese Fehler behebt ist daher unbedingt erforderlich.