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Für Spieler, die SimCity schon von älteren Versionen her kennen, gibt es hier einen Crashkurs für die wichtigsten Neuerungen, die im Spiel zu beachten sind.

Vieles ist in SimCity 4 beim Alten geblieben. Einige der Änderungen können einem aber beim Bauen der ersten Städte ein Bein stellen. Dieser Artikel soll auf keinen Fall eine vollständige Liste aller Neuerungen sein, die sollt ihr natürlich für euch entdecken. Er soll vielmehr helfen, die ersten Startschwierigkeiten zu überwinden.

Die 5 goldenen Regeln

Das wichtigste haben wir für euch in fünf goldenen Regeln zum Überleben zusammengefasst, die übrigens auch über die Anfangsphase hinaus Bestand haben.

1. Cashflow im Auge behalten - Der Schlüssel zum Erfolg

2. Bedürfnisse erst nach und nach erfüllen

3. Regler runter - Finanzetats richtig managen

4. Gleichgewichte halten

5. Finger weg von Farmen

 

Regel 1: Cashflow im Auge behalten

SimCity 4 setzt den Zeiten, in denen man sich wenig Sorgen um den Haushalt machen musste, ein Ende. Von Anfang an muss man gewissenhaft haushalten, um zu überleben. Im Gegensatz zu den Vorgängern, in denen einem das Geld ab einem bestimmten Punkt nur noch so zuflog, ist das Wirtschaften nun eine ständige Bürgermeisterpflicht.

Der Cashflow entscheidet über das weitere Vorgehen und ist bei vielen Entscheidungen bedeutsamer als der Kontostand. Bevor man sich überlegt, ob man den Anschaffungspreis für eine neue Einrichtung aufbringen kann, steht nun die Überlegung, ob man deren laufende Kosten überhaupt bewältigen kann. Also ob der Cashflow nach Abzug der zusätzlichen Kosten durch die Einrichtung noch positiv ist.

 

Regel 2: Bedürfnisse erst nach und nach erfüllen

Das Startkapital ist in SimCity 4 großzügig bemessen. Wer aber gleich zu Beginn in die Vollen schlägt und Schulen, Krankenhäuser, Müllentsorgung usw. anschafft, der gerät schnell in die Kostenfalle.

Klein anfangen heißt daher die Devise. Zu Beginn müssen Kohlekraftwerk, Wasserturm, Baugebiete, Grundschule, Polizei, Feuerwehr und Straßen reichen. Auch wenn es einem SimCity-Veteranen merkwürdig erscheinen mag - eine Mülldeponie und alles andere sind zunächst verzichtbar.

Natürlich müssen auch diese Dinge im Laufe der Zeit angeschafft werden. Wann das aber geschieht, entscheidet der Cashflow (siehe Regel 1). Die Sims halten es auch eine Weile ganz gut ohne Rundumversorgung aus. Hierzu noch zwei kleine Tipps:

  • Nicht auf die Feuerwehr verzichten. Fehlt es der Stadt an Brandmeistern, so lässt das Spiel regelmäßig Feuer ausbrechen, bis ein ausreichender Feuerschutz besteht. Dies lässt sich nicht abschalten!

  • Schulen sollten auf der Liste der nächsten Anschaffungen nach oben. Ganz einfach deswegen, weil es viele Spieljahre dauert, bis sich der Effekt einer Schule auf den Bildungsstand der Bevölkerung auswirkt.

 

Regel 3: Regler runter!

In SimCity 4 haben fast alle öffentlichen Einrichtungen einen eigenen Etat. So lässt sich beispielsweise jeder einzelnen Schule ein individueller Etat zuweisen. Die Höhe der monatlichen Zuwendungen entscheidet über die Kapazität der Einrichtung.

Einsehen kann man den Etat, wenn man die enstprechende Einrichtung mit dem Abfragetool anklickt. Standardmäßig ist hier ein recht hoher Etat eingestellt, der in den meisten Fällen den tatsächlichen Bedarf deutlich überscheitet. Nur wer hier radikal den Rotstift ansetzt und den Etat soweit senkt bis die Kapazität der Einrichtung der Auslastung entspricht, hat eine Chance die ersten Monate zu überleben.

Sollte ein Etat einmal deutlich zu gering werden, treten die Angestellten in den Streik, bis ihnen ausreichend Geldmittel zur Verfügung gestellt werden. Auch hier zwei Tipps:

  • Die im Baumenü angegebenen Unterhaltskosten beziehen sich auf den sehr hohen Standardetat. Gerade zum Spielbeginn sind die tatsächlichen Kosten - wenn man sie anpasst - also deutlich geringer als dort angegeben.

  • Obwohl die Streiks ein einfacher Indikator für zu geringe Etats sind, lohnen sich regelmäßige Rundgänge, da das Beenden eines Streiks umständlich ist. Durch die verschiedenen Kartenoverlays kann man leicht alle Schulen, Krankenhäuser usw. hervorheben lassen, und so leichter aufspüren.

 

Regel 4: Gleichgewichte halten

Die Simulationsengine von SimCity 4 ist wesentlich straffer gestaltet als die seiner Vorgänger. Die grundlegenden Konzepte haben sich zwar nicht gravierend geändert, dafür werden sie vom Spiel aber strenger überwacht. Die Simulation reagiert nun deutlich heftiger auf Unausgeglichenheiten in der Stadtplanung.

Jobmangel wird zum Beispiel konsequent mit Abwanderung bestraft. So eine Situation kann unter anderem dann entstehen, wenn der Bildungsstand in der Bewölkerung soweit steigt, dass die Sims nicht mehr länger in dreckigen Fabriken arbeiten wollen, es aber zu wenig gehobene Jobs gibt. Daher sollte man immer die neue detaillierte WGI-Anzeige im Auge behalten und sich danach richten.

 

Regel 5: Finger weg von Farmen

Bauernhöfe können jetzt als eigene Zonen ausgewiesen werden. Sie ersetzen die Industriegebiete niedriger Bebauungsdichte, die es nun nicht mehr gibt. Die Agrarregionen lassen sich zwar sehr kostengünstig anlegen, verschlingen aber Unmengen an Land, stellen kaum Jobs zur Verfügung und bringen kaum Steuereinnahmen.

Wenn aus der Stadt kein ländliches Dorf werden soll, dann empfiehlt es sich, zu der nächstgrößeren Industriezone zu greifen, auf der nie Farmen entstehen.